#4 Optimismus
Optimismus ist eine der sieben Säulen der Resilienz.
Doch was ist Optimismus überhaupt?
Bei Optimismus handelt es sich um ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal. Dies bedeutet, dass er nicht nur vorübergehend, sondern über längere Dauer Teil einer Persönlichkeit ist. Es bedeutet außerdem, dass er sich nicht nur auf einzelne Situationen bezieht, sondern auf die allgemeinen Erwartungen einer Person. Dabei beschreibt Optimismus wie positiv jemand auf seine Zukunft blickt.
Dem Optimismus gegenüber steht der Pessimismus. Beide haben Einfluss auf alle Lebensbereiche, denn von der Einstellung einer Person kann es abhängen, wie mit Problemen oder anderen Menschen umgegangen wird. Pessimisten neigen außerdem eher dazu Herausforderungen zu vermeiden, da sie von einem negativen Ergebnis ausgehen.
Woher kommt Optimismus und wie entsteht er?
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen ist er genetisch veranlagt. Laut Zwillingsstudien sind ca. 25% genetisch beeinflusst.
Des Weiteren hängt es davon ab, in welcher Umgebung jemand aufgewachsen ist. Optimismus kann durch das sogenannte Modelllernen erlernt werden. Vor allem Kinder imitieren ihre Eltern und andere Erwachsene stark. Sind die Eltern eher Optimisten, so stehen die Chancen gut, dass das Kind sich dies abschaut.
Doch auch wenn die Grundlagen in der Kindheit gegeben wurden, kann sich die optimistische Einstellung in schwierigen Lebenslagen durchaus auch später vorübergehend oder dauerhaft verändern. Sie brauchen sich aber keine Sorgen zu machen, falls Sie in der Kindheit keinen Optimismus mit auf den Weg bekommen haben oder ihn später "verloren" haben, denn dieser ist erlernbar. Dies wurde in Studien von Seligman in seinem Ansatz der positiven Psychologie herausgefunden.
Und was hat Optimismus für Auswirkungen?
Optimismus hat Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche. Zum einen besteht ein positiver Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden, der Zufriedenheit und dem Optimismus. Er bewirkt außerdem, dass Optimisten vor oder nach einer Operation weniger Stress verspüren und seltener an Depressionen erkranken. Außerdem fördert Optimismus proaktives Verhalten, er kann auch als "Packen-wir-es-an-Mentalität" bezeichnet werden. Nicht zuletzt gibt es noch positive Auswirkungen auf soziale Beziehungen und Erfolg.
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Allerliebste Grüße,
Nadine Kremer