#15 Mental Load

Mental Load - Was ist das?
Mental Load ist ein Begriff, der noch ziemlich neu ist. In Deutschland wurde er von der Autorin und Bloggerin Patricia Cammarata maßgeblich geprägt.
Bei Mental Load handelt es sich um unsichtbare To-Dos im Alltag, die oft als nicht der Rede wert gelten. Es handelt sich dabei um Dinge, über die in einer Partnerschaft oder Familie beispielsweise nicht gesprochen wird, die aber dennoch erledigt werden müssen. Zum Beispiel, ob das Kind eine neue Jacke braucht oder wann der nächste Zahnarzttermin ansteht/ vereinbart werden muss.
Passen die Hausschuhe in der Kita noch? Wann ist Elternabend?
Doch es soll hier nicht nur um Familien-Mental-Load gehen, sondern eigentlich gibt es diesen bei jedem. Wann muss das Auto zur Inspektion? Welche Rechnungen müssen beglichen werden? Wann schicke ich die Kleidungsstücke zurück, die mir nicht gepasst haben? usw.
Das ist ja jetzt auch erst einmal nichts Schlechtes und jeder hat Aufgaben zu erledigen.
Doch wenn es zu viel wird - Also zu einem Mental Overload kommt - dann kann es schon gefährlich werden. Hier könnten Sie sich dann verzetteln oder nicht mehr wissen, wo Sie anfangen sollen. Dieses Gefühl kann sehr belastend sein.

Und was können wir tun, damit der Mental Load nicht zur Belastung wird?
Sie können sich zum Beispiel aufschreiben, was ansteht und dies dann priorisieren nach dem Zeitpunkt, wann es erledigt sein muss.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Aufteilen von Aufgaben. Sie müssen nicht alles alleine erledigen! Allerdings gibt es zu diesem Punkt etwas Wichtiges zu beachten: Überlegen Sie sich genau, an wen Sie Aufgaben weitergeben. Ist der/die andere nämlich unzuverlässig und Sie müssen immer wieder daran erinnern, dass es erledigt werden muss, so wird Ihr Mental Load wohl eher größer als kleiner, da das offene To-Do die ganze  Zeit in Ihrem Hinterkopf umhergeistert. Und ganz wichtig ist außerdem: Klare Absprachen. Kommunizieren Sie mit Ihrem Gegenüber genau, was Sie erwarten und was zu erledigen ist.
Ein weiterer Tipp, den ich Ihnen geben kann ist das Führen eines Kalenders. Ich benutze inzwischen meinen digitalen Handykalender für alle meine Termine und Erinnerungen. Je nachdem, wann ein Termin relevant wird, lasse ich mich daran erinnern. An Kita-Schließtage zum Beispiel schon einige Wochen vorher, ans Mülltonne vorstellen am Abend zuvor.

Haben Sie noch weitere Ideen oder Erfahrungen zum Thema Mental Load? Dann schreiben Sie mir gerne.
Für mehr Infos folgen Sie auch meinem Instagram-Account: resilient.sein

Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Allerliebste Grüße,
Ihre Nadine Kremer