#14 Dankbarkeit

Was ist Dankbarkeit?
Dankbarkeit, das ist mehr als ein "Dankeschön". Sie bezeichnet mehr eine Haltung, ein Lebensgefühl. Wenn Sie sich dankbar fühlen, dann wissen Sie etwas sehr zu schätzen und empfinden tiefste Anerkennung.
Hierzu ein Zitat von Francis Bacon: "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind."

Warum ist Dankbarkeit so wichtig?
Es gibt verschiedene wissenschaftlich erwiesene Aspekte, die Dankbarkeit wichtig in unserem Alltag machen. Sie kann bei einigen Dingen sehr hilfreich sein und uns helfen, dass wir uns besser und wohler fühlen.
So kam beispielsweise bei verschiedenen Studien heraus, dass Dankbare besser schlafen können. Besserer Schlaf führt zu mehr Erholung und dies wiederum kann unser Stress-Level senken. Das geringere Stress-Level wiederum kann das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden ebenfalls senken. Außerdem hängt unser Glücksempfinden mit der Dankbarkeit zusammen. Wie bereits in dem Zitat oben zu lesen, kann Dankbarkeit dazu führen, dass Sie glücklicher sind. Auch Beziehungen können verbessert werden, wenn wir uns bewusst machen, was wir an unserem Partner oder unserer Partnerin, aber auch an Freund*innen besonders schätzen und wofür wir ihnen dankbar sind. Auch bei Therapien bezüglich Depressionen oder Ängsten werden häufig Dankbarkeitsübungen eingesetzt. Diese können in diesem Zusammenhang sehr hilfreich sein den Blick wieder auf das Positive zu lenken.

Welche Übungen gibt es?
Es gibt einige Übungen, um Ihre Dankbarkeit zu stärken. Ich stelle Ihnen nun drei Übungen vor, die Sie ohne weitere Hilfsmittel in Ihren Alltag integrieren können.

1. Das Dankbarkeits-Tagebuch
Bei dieser Übung schreiben Sie sich im Laufe des Tages drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Ich persönlich überlege mir entweder morgens auf dem Weg zur Arbeit drei Dinge oder schreibe sie mir abends in mein Notizbuch. Denken Sie dabei auch an die vermeintlich kleinen oder selbstverständlichen Dinge!

2. Die Fünf-Finger-Methode
Diese Übung stammt von der Psychologin Elsbeth Martindale. Ich empfehle diese Übung einmal wöchentlich zu machen, zum Beispiel jeden Sonntagabend als Wochen-Rückblick, um positiv in die kommende Woche zu starten.
Daumen: Was hat mich in der vergangenen Woche stolz gemacht?
Zeigefinger: Was habe ich in der vergangenen Woche Schönes in der Natur entdeckt?
Mittelfinger: Was habe ich in der vergangenen Woche für einen anderen Menschen getan, das sich richtig gut angefühlt hat?
Ringfinger: Denken Sie an einen Menschen, der Ihnen wichtig ist.
Kleiner Finger: Für was bin ich letzte Woche besonders dankbar?

3. Das Gute im Schlechten sehen
Besonders wenn Sie am Anfang noch Probleme haben Dinge zu finden, für die Sie dankbar sind, ist dies die richtige Übung. Doch auch ansonsten lohnt es sich immer wieder umzudenken.
Bei dieser Übung wird der Spieß nun umgedreht. Sie denken an etwas, über das Sie sich heute so richtig geärgert haben. Und dann überlegen Sie sich, was positiv an dieser doofen Situation war. 
Hier ein kleines Beispiel: "Ich habe mich heute darüber geärgert, dass ich auf dem Weg zur Arbeit eine Stunde im Stau gestanden bin!"
Das Positive daran könnte sein: 
Ich bin dankbar, dass
- ich ein Auto habe.
- ich eine Arbeit habe, zu der ich fahren kann.
- ich mir das Benzin leisten kann.
- ich einen Führerschein machen konnte.
- ich nicht zu Fuß gehen muss.
- usw.


Ich hoffe, mein Beitrag zum Thema Dankbarkeit hat Ihnen gefallen. Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie mir gerne von Ihren Erfahrungen mit der Dankbarkeit berichten?
Dann schreiben Sie mir gerne eine E-Mail.

Allerliebste Grüße,
Ihre Nadine Kremer