#9 Netzwerkorientierung

Netzwerkorientierung ist die sechste Säule der Resilienz. 
Bei der Netzwerkorientierung geht es darum sich aktiv ein Umfeld aus Personen zu schaffen, die eine Unterstützung bei Problemen, Krisen und Herausforderung sind. 

Wir sind soziale Wesen. Das bedeutet, dass wir keine Einzelgänger sind, sondern soziale Beziehungen brauchen, um uns wohl zu fühlen. Besonders Kinder brauchen feste Bezugspersonen, auf die sie sich verlassen können. Doch auch im Erwachsenenalter sind gute soziale Beziehungen hilfreich.

In einem ersten Schritt können Sie sich aufschreiben, wer alles zu ihrem Netzwerk gehört. Denken Sie an Ihre Familie und Freunde, aber auch an die Lieblingsfriseurin, den Lieblingsverkäufer im Supermarkt oder an die Bäckerei, bei der Sie sich immer Ihr frisches Brot holen. Möchten Sie sich nun aktiv vernetzen, bedeutet das, Ihre vorhandenen Beziehungen zu pflegen und aufrechtzuerhalten und neue Beziehungen einzugehen. Sie können sich auch überlegen, wo Sie neue Menschen kennenlernen die zu Ihnen passen könnten. Zum Beispiel im Verein, auf der Arbeit oder in der Nachbarschaft.
Auf der anderen Seite ist es genauso wichtig zu überlegen, wer in Ihrem Umfeld Ihnen nur Energie raubt. Sie dürfen sich von diesen Menschen trennen, denn wir sollten unser Umfeld wohltuend gestalten und nicht aus Pflichtgefühl mit Menschen verbunden bleiben, die uns nicht gut tun. Im Endeffekt kommt es nicht darauf an, wie viele Menschen in Ihrem Netzwerk sind, sondern wie gut die Qualität Ihrer Beziehungen ist.
Haben Sie nun ein gutes soziales Netz aufgebaut, so können Sie in vielerlei Hinsicht davon profitieren. Sind Sie sich sicher aufgefangen zu werden, falls Sie einmal fallen, so können Sie beispielsweise auch in Ihren Entscheidungen mutiger sein und eher Herausforderungen eingehen.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass nach Unterstützung zu fragen keinesfalls eine Schwäche ist, sondern meiner Meinung nach eine große Stärke. Wir können nicht immer alles wissen oder alleine bewältigen und das ist auch völlig normal. Um gesund zu bleiben ist es wichtig zu wissen, wo Ihre Grenzen sind und wann es besser ist, jemanden um Hilfe zu bitten. Genauso wichtig ist es auch zu sehen, wann andere in Ihrem Netzwerk Hilfe brauchen und diese dann aktiv anzubieten. Denn am Ende ist es immer ein Geben und Nehmen.

Auch mein VHS Kurs ist eine gute Möglichkeit mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

Bis bald!
Allerliebste Grüße,
Ihre Nadine Kremer