#8 Verantwortung übernehmen
In diesem Beitrag geht es um das Thema "Verantwortung übernehmen". Dies ist eine der Säulen der Resilienz.
Was bedeutet das?
Verantwortung zu übernehmen bedeutet zum einen bewusste Entscheidungen für sein Leben zu treffen. Auf der anderen Seite bedeutet es auch für mögliche Konsequenzen einzustehen. Damit ist aber nicht nur das eigene Handeln gemeint, sondern ebenso das Unterlassen. Handle ich verantwortungsbewusst, so treffe ich die bewusste Entscheidung in welchen Situationen ich handeln möchte und in welchen Situationen nicht. Möchte ich mehr Verantwortung übernehmen, so muss ich auch lernen mit möglichen negativen Konsequenzen umzugehen.
In der Arbeitswelt kann mehr Verantwortung als Zeichen von Respekt und Wertschätzung gesehen werden. Es kann eine große Chance darstellen. Die Vorteile daraus möchte fast jeder, doch mit den Konsequenzen leben fällt schon schwerer.
Ich selbst kann es auf der Arbeit auch fast täglich beobachten, auch bei kleineren Aufgaben. Kommt die Frage auf "Wer möchte für dieses Projekt / diese Tätigkeit die Verantwortung übernehmen?", so gehen die Blicke gerne nach unten, in der Hoffnung eben nicht die Verantwortung übernehmen zu müssen.
Dabei kann die Verantwortung einige Vorteile mit sich bringen. Wer Verantwortung übernimmt hat zum Beispiel bessere Karriere-Chancen. Neue Aufgaben kann man außerdem gut als Chance nehmen, um sich weiterzuentwickeln. Treffe ich aktive Entscheidungen, so kann ich auch aktiv auf etwas Einfluss nehmen und meine eigene Kreativität und Ideen mit einfließen lassen. Nicht zuletzt kann man durch Verantwortungsübernahme seine eigene Zuverlässigkeit beweisen.
Ist ein Fehler passiert, ist es erst einmal unangenehm diesen einzugestehen und eventuell vor dem Vorgesetzten beichten zu müssen. Doch Sie können sich sicher sein: Es kommt besser an zu sagen "Ja das war ich, ich habe es verbockt und arbeite bereits an einer Lösung. Dieser Fehler wird mir nicht noch einmal passieren." als sich aus der Verantwortung zu ziehen und zu hoffen, dass es nicht herauskommt. Denn kommt es am Ende des Tages doch heraus, so wirft dies ein negatives Licht auf Sie.
Ich möchte Ihnen noch eine kleine Übung zu diesem Thema auf den Weg geben: Versuchen Sie doch einmal in den nächsten Tagen auf das Wort "man" zu verzichten. Ersetzen Sie es durch "ich", "wir" oder "du". Ich bin gespannt darauf, wenn Sie mir von der Wirkung berichten, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail.
Bis dahin!
Allerliebste Grüße,
Ihre Nadine Kremer